Vom Ökolandbau bis zur Gentechnologie
Gemeinsam zu einer innovativen und nachhaltigen Landwirtschaft
Der gemeinnützige Verein FINAB e.V. wurde 1999 mit dem Ziel
der Förderung der Agrobiotechnologie in MV gegründet. Wichtiger
Meilenstein hierfür war die Errichtung eines Kompetenz- und
Gründerzentrums für Agrobiotechnologie. Das AgroBioTechnikum
Groß Lüsewitz konnte im November 2004 eröffnet werden.
Zeitnah gründete FINAB Ende 2003 seine 100%ige Tochterfirma
biovativ GmbH, die am 01.07.2004 ihre Geschäftstätigkeit
aufnahm. FINAB und biovativ nutzen seit Beginn 2005
das AgroBioTechnikum für ihre Forschungs- bzw.
Dienstleistungstätigkeiten.
Projekte
Entwicklung eines standardisierten Verfahrens zur Minimierung
der Auskreuzungsraten von transgenem Raps am Standort Groß
Lüsewitz
WM MV, Laufzeit 23.8.04 – 31.12.06, Volumen 628.196 €,
Förderung 80%
Im Forschungsprojekt werden in Bezug auf Einkreuzung in
Nachbarbestände optimierte Methoden ermittelt und zur Freisetzung
von transgenem Raps angewandt und überprüft. FINAB hat dazu
zunächst bisherige Maßnahmen und Auflagen bei der Durchführung
von Freisetzungsversuchen auf ihre Effizienz untersucht. In einer
Analyse der verschiedenen Partialkomplexe am Standort wurden
primär möglichst ‚sichere’ Standorte für Parzellenversuche
mit Raps identifiziert. In Vorversuchen wurden erfolgversprechende
Maßnahmen zur Minimierung des Pollenflugs sowie Vermeidung des
Verbleibs von Samen auf der Fläche mit erucasäurereichem
Sommerraps (Mantelsaaten, Pollenbarrieren, Auskeimung,
Herbizidbehandlung) am Standort getestet, die derzeit ausgewertet
werden. Die sich daraus ergebenden, als Richtlinien für den
Standort festzuschreibenden Maßnahmen sollen in 2006 mit
transgenen Rapslinien überprüft werden. Die Effizienz der
Verfahren wird mit PCR Analysen von Samenproben in dem umliegenden
Bestand überwacht.
FINAB hat im Rahmen dieses Versuches einen Antrag auf
Freisetzung von vier verschiedenen Rapslinien gestellt, der sich
derzeit im Prüfverfahren befindet. Diese Freisetzung dient
einerseits der Etablierung von notwendigem Know-how für die
Beantragung und Durchführung von Freisetzungen am Standort Groß
Lüsewitz, andererseits als politisches Signal und Präsentation
des Dienstleistungsangebotes im AgroBioTechnikum.
Gemeinsam mit der Universität Rostock wird an der Etablierung
von Analyseverfahren zur Identifizierung und Quantifizierung von
gentechnisch veränderten Pflanzen gearbeitet. Diese Verfahren
sollen als Standarddienstleistungen im Zentrum angeboten werden.
Erprobungsanbau
Unter Koordination der Universität Rostock wurden in 2005
fünf Standorte in MV im Rahmen des Erprobungsanbaus von
gentechnisch verändertem Mais zur Ermittlung von Regeln der Guten
Fachlichen Praxis für die Koexistenz von gv und konventionellem
Anbau betreut.
Dazu werden Verfahren aus allen Bereichen der Biotechnologie
genutzt.
Poster
Impfmöhre: Download 1.7MB
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